Was ist ein Jünger?

Das Thema des heutigen Jüngerschaftstreffen war: Wie starte ich ein Gespräch über den Glauben?

  • Einerseits mit unseren Nicht-Gläubigen Freunden

  • Andererseits aber auch mit Gläubigen.

    • Manchmal wünscht man sich nämlich auch in Gesprächen mit Gläubigen, dass es mehr über JESUS und weniger über alltägliche Dinge gehen könnte

Anfangen möchte ich mit Bibelversen darüber, dass wir alles von Herzen für den HERRN tun sollen. Ich erkläre dann gleich, wieso das so wichtig ist, wenn es darum geht, Gespräche über JESUS zu starten.

Kolosser 3,17 (SLT)

17Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Kolosser 3,23–24 (SLT)

23Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, 24da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn!

Wir sollen also alles, was wir tun, von Herzen für unseren HERRN JESUS tun.

Erstmal ein negatives Beispiel, wie es im Herzen von jemandem aussieht, der dieses Gebot eben nicht beachtet. Wir alle laufen Gefahr, dass es zumindest teilweise so aussieht in unserem Herzen - ich spreche hier auch zu mir selbst!

Diese Grafik soll das innere unseres Herzens darstellen. Alle Dinge, die wir so tun, und - wie ihr sehen werdet - vor allem auch, warum wir sie tun.

Es gibt Dinge, die wir bewusst für JESUS CHRISTUS tun. Sie sind für uns klar mit unserer Beziehung zu JESUS verbunden. Beispielsweise: Gebet, Bibellesen und Gemeinschaft. Obwohl man sagen muss: Auch hier besteht eine Gefahrt, dass man diese Dinge gar nicht aus Liebe zu JESUS tut, sondern aus anderen Motivationen.

Andere Dinge tun wir einfach. Normalerweise sind wir uns nicht direkt bewusst, warum wir sie tun. Wenn uns jemand fragt, was unsere Motivation dahinter sind, sind wir leicht überrascht und antworten vielleicht mit etwas allgemeinem wie: Na ja, schaue Filme weil es mir Spass macht - wieso auch sonst?

Wenn wir darüber weiter reflektieren merken wir aber, dass unsere Motivationen bei diesen Dingen schlussendlich oft auf uns selbst abzielen.

Die Dinge, die wir mit reinem Herzen bewusst für JESUS tun, habe ich hier noch gelb markiert. Wichtig ist: Es geht oft nicht darum, dass gewisse Dinge an sich schlecht oder gut wären - sie werden aber schlecht oder gut basierdend auf unserer Motivation.

Jetzt das positive Beispiel, wie es in unserem Herzen eigentlich aussehen sollte:

Ihr merkt: Es geht darum, dass wir alle Dinge bewusst für JESUS CHRISTUS tun. Dinge, bei denen wir nicht mit gutem Gewissen sagen können, dass wir sie wirklich von Herzen für ihn tun, sollten wir weglassen.

Beispielsweise habe ich in meinem Leben gemerkt, dass stundenlanges Videospielen ganz klar etwas war, dass ich überhaupt nicht für JESUS getan habe. Damit sage ich nicht, dass das bei allen Christen so ist. Ich habe es auf jeden Fall aus falscher Motivation getan und will es nicht mehr tun.

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Und was hat das jetzt mit Gesprächen über den Glauben zu tun?

  • In einem Gespräch geht es eigentlich immer um Dinge, die deinen Gesprächspartner oder dich gerade beschäftigen

  • Schaue dir nochmals das negative Beispiel an. Sagen wir ihr sprecht über die Filme, die ihr letztens geschaut habt. Wie wird das Gespräch zu JESUS führen, wenn es nicht einmal in deinem Herzen zu JESUS führt? Wenn Filme schauen für dich nichts mit JESUS zu tun hat und du es gar nicht für ihn tust, dann wäre jede Überleitung zu JESUS in diesem Gespräch über Filme sehr unnatürlich.

  • Beim positiven Beispiel hingegen sehen wir: Wenn du alles für JESUS tust und alles in deinem Herzen mit ihm verbunden ist, ist es auch leicht, in Gesprächen auf JESUS zu kommen. Und das völlig natürlich. Du kannst einfach ehrlich erzählen, warum du tust, was du tust oder warum deine Meinung zu einem gewissen Thema so ist, wie sie ist etc.

  • Wenn alles, was du tust oder denkst für JESUS ist können auch alle Gespräche über das, was du tust oder denkst zu JESUS führen.

Bei JESUS selbst hat man gemerkt: In seinem Herzen dreht sich alles um den VATER. Deshalb spricht JESUS auch ständig und völlig natürlich über den VATER.

In folgenden Versen sehen wir, wie JESUS Gespräche auf den VATER lenkt:

Johannes 6,38 (SLT)

38Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.

Markus 10,18 (SLT)

18Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein!

Johannes 4,33–34 (SLT)

33Da sprachen die Jünger zueinander: Hat ihm denn jemand zu essen gebracht? 34Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.

Johannes 12,49–50 (SLT)

49Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50Und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.

Johannes 5,19 (SLT)

19Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn.

Ich bin überzeugt, dass all diese Übergänge zum Gespräch über den VATER völlig natürlich gewirkt haben. JESUS hat gelebt, um den Willen des VATERS zu tun. Er war teils wohl sowieso gerade dabei über den VATER nachzudenken, als die Menschen ihn angesprochen haben.

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Auch die Frau am Brunnen ist ein klassisches Beispiel, wenn man von JESUS lernen möchte, wie man mit Menschen über den Glauben sprechen kann.

Johannes 4,7–10 (SLT)

7Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. 9Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie erbittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin? (Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samaritern.) 10Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so würdest du ihn bitten, und er gäbe dir lebendiges Wasser.

Ich denke es ist sehr wichtig hier zu verstehen: JESUS hat hier keine Tricks angewendet. Es war nicht einfach ein Skript, welches er durchgegangen ist. Eher stelle ich mir vor, dass JESUS einfach von Herzen bewegt war, dass diese Frau ihm Wasser schöpft und noch gar nichts davon weiss, dass er ihr doch lebendiges Wasser geben könnte!

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Zusammenfassend kann man auch sagen:

Lukas 6,45 (SLT)

45Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn wovon sein Herz voll ist, davon redet sein Mund.

Natürlich ist das hier sehr drastisch formuliert. Aber das generelle Prinzip ist auch für einen Christen anwendbar, der durch den HEILIGEN GEIST ein neues Herz aus Fleisch erhalten hat. Das Prinzip ist nämlich: Unsere Gespräche offenbaren unser Herz.

Aus einem reinen Herzen fliessen:

  • Gebet für unsere Nächsten

  • Ehrliche Erzählungen darüber, was wir z.B. letzte Woche getan haben (und solche Gespräche können gut zu JESUS führen, wie wir gesehen haben)

  • Ehrliche Fragen für unsere Nächsten.

    • Besonders ehrliche Fragen sind etwas sehr kostbares. Wenn es dich wirklich interessiert, ob deine Arbeitskollegen schonmal in der Bibel gelesen haben, dann frage sie das einfach. Es wird nicht unnatürlich wirken und du brauchst auch keinen weiteren Gesprächsaufhänger. Der Gesprächsaufhänger ist ja gerade, dass es dich interessiert. Erst wenn es dich gar nicht wirklich interessiert und du nur Fragen über den Glauben stellst, weil du irgendwie stolz darauf sein willst, Gespräche über den Glauben zu führen - dann wirkt es komisch.

Ehrliches Interesse hat auch sehr viel mit dem höchsten Gebot zu tun. Wen man liebt, für den interessiert man sich auch.

Markus 12,31 (SLT)

31Und das zweite ist ihm vergleichbar, nämlich dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!« Größer als diese ist kein anderes Gebot.

Ich habe also bewusst nicht eine Liste von Tricks erwähnt, wie man ein Gespräch über den Glauben startet. Aus ehrlichem Interesse fliessen ehrliche Gespräche.

Aber so am Rande wollte ich dennoch erwähnen:

  • Bei Gesprächen mit Personen auf der Strasse empfehle ich Formen, die gesellschaftlich auch akzeptiert sind

    • Umfragen erlauben es auf akzeptierte Art Fragen zu stellen, die einen wirklich von Herzen interessieren

    • Verteilaktionen erlauben es auf akzeptierte Art Inhalte zu teilen, die man von Herzen gerne teilen möchte

Ich denke die beiden Methoden sind so akzeptiert, weil sie dem Gegenüber immer auch die Gelegenheit lassen Nein zu sagen.

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